Finderlohn bei verlorenem Ehering: Wie hoch ist angemessen?
Du hast deinen Ehering verloren und möchtest einen Sondengänger mit der Suche beauftragen? Dann stellt sich schnell die Frage: Wie viel Finderlohn ist fair? In diesem Ratgeber findest du den gesetzlichen Rahmen, die Beträge, die Auftraggeber auf wirfindendeinenring.de tatsächlich anbieten, und eine einfache Orientierung für deinen Fall.
Was ist der Finderlohn bei einer Ringsuche?
Bei einer Auftragssuche legst du selbst fest, welchen Betrag du bei erfolgreicher Suche zahlst. Dieser Finderlohn geht direkt vom Auftraggeber an den Sucher. Zusätzlich vereinbarst du eine Aufwandsentschädigung für den Fall, dass der Ring nicht gefunden wird. Sie deckt Anfahrt, Zeit und Material des Suchers.
Für dich als Auftraggeber ist die Vermittlung über wirfindendeinenring.de kostenlos. Die Plattform finanziert sich über eine Provision, die die Sucher tragen.
Der gesetzliche Finderlohn nach § 971 BGB
Das Gesetz kennt einen Finderlohn für Menschen, die eine verlorene Sache finden und abgeben: 5 % vom Wert der Sache bis 500 Euro, darüber 3 % vom Mehrwert. Bei einem Ring im Wert von 1.000 Euro wären das rund 40 Euro (25 Euro für die ersten 500 Euro plus 15 Euro für die weiteren 500 Euro).
Dieser Betrag ist aber ein Rahmen für Zufallsfunde. Bei einer beauftragten Suche mit Metalldetektor kommen Anfahrt, Ausrüstung und oft mehrere Stunden Arbeit dazu. Deshalb vereinbaren Auftraggeber und Sucher meist einen höheren Betrag. Dies ist keine Rechtsberatung.
Welchen Finderlohn bieten Auftraggeber an?
Wir haben die Aufträge der letzten Jahre ausgewertet. Diese Beträge bieten Auftraggeber typischerweise an (Median seit Juni 2024):
| Suchart | typischer Finderlohn | Bandbreite (mittlere Hälfte) |
|---|---|---|
| Ring an Land (Garten, Wiese, Park) | 120 € | 100 – 200 € |
| Ring im Flachwasser | 200 € | 150 – 300 € |
| Ring im tiefen Wasser (Tauchen) | 350 € | 300 – 500 € |
| Schlüssel | 100 € | 100 – 120 € |
| Handy | 152 € | 100 – 300 € |
Faustregel: So findest du deinen Betrag
- Wert und Bedeutung: Je wertvoller oder unersetzlicher der Ring, desto eher darf der Finderlohn über dem Durchschnitt liegen.
- Schwierigkeit der Suche: Wasser, Schlamm und große Flächen bedeuten mehr Aufwand und sprechen für einen höheren Betrag.
- Aufwandsentschädigung: Je höher sie ist, desto eher nimmt ein Sucher auch eine weitere Anfahrt in Kauf.
- Nicht zu knapp: Sucher wählen ihre Aufträge selbst. Ein Angebot am unteren Rand wird eher übersehen.
Häufige Fragen
Muss ich den Finderlohn im Voraus zahlen?
Nein. Den Finderlohn übergibst du erst, wenn der Ring gefunden wurde. Bei einer erfolglosen Suche zahlst du nur die vereinbarte Aufwandsentschädigung.
Was ist, wenn der Ring nicht gefunden wird?
Dann fällt statt des Finderlohns die Aufwandsentschädigung an, damit der Sucher seine Kosten für Anfahrt und Zeit gedeckt hat.
Kann ich den Betrag selbst bestimmen?
Ja. In unserem Formular legst du Finderlohn und Aufwandsentschädigung selbst fest.


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